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Seminare Vorträge Workshops




Alle Seminare, Vorträge und Workshops

finden Sie nun auf den Seiten der

Kindertrauer-Akademie

www.kindertrauer-akademie.de


Folgendes wird dort angeboten:

Fachseminar KIT/NFS/PSNV:
Akutbetreuung von trauernden Kindern

Fachseminar KIT/NFS/PSNV:
Der Umgang mit Jugendlichen bei Einsätzen von KIT/NSF

Fachseminar HOSPIZ:
Begleitung und Betreuung von trauernden Kindern

Fachseminar RD/SAN:
Betreuung von Kindern im RD/SAN/SEG-Einsatz

Der Umgang mit Belastungen und Stress
Seminar für haupt- und ehrenamtliche Helfer/innen

Kommunikation in schwierigen Situationen
Krisenkommunikation

Moderieren und Präsentieren vor Gruppen

Vortrag: Da sein, wenn Kinder trauern

Ausbildung Train-the-Trainer




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Zeitungs- / Fachartikel / Berichte


Artikel im Hospiz Brief der Hospiz Gruppe Landsberg e.V., Ausgabe Oktober 2013


Wenn Kinder trauern - Fortbildungsveranstaltung mit Oliver Junker

Diese Fortbildungsveranstaltung von Oliver Junker hat die Hospizbegleiterinnen stark beeindruckt.

"Oliver Junker sprach über den Teufelskreis nicht vorhandenen Wissens - wenn Erwachsene den Kindern nicht mitteilen, was wirklich passiert, wenn Tatsachen verheimlicht oder verdrängt werden. Kinder fühlen die Familienatmosphäre. Es verunsichert sie zutiefst, wenn sich Erwachsene so verhalten, als gäbe es die Trauer um einen geliebten Menschen nicht. Kinder spüren das aber. Sie fühlen sich unsicher, es fehlt ihnen die Orientierung, sie sind hilflos und einsam und bekommen Angst.
Wenn unser Nervensystem einen bestimmten Angstpegel erreicht, ist der Mensch bzw. das Kind nicht mehr in der Lage, etwas aufzunehmen. Es dreht sich nur noch ums Überleben. Hierdurch kann keine Verbindung zum Kind hergestellt werden und es wird noch einsamer. Diesen Teufelskreis sehe ich auch in mir, wenn ich meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse verleugne. Trauernde Kinder sind ein Spiegel für mich, um zu sehen, wie ich mit Angst, Verlust und meinen eigenen Bedürfnissen umgehe.
So wie ich selber vertraut bin mit meinem eigenen Umgang mit Schmerz, Verlust, mit Emotionen wie Angst, Wut, Verzweiflung, Trauer, kann ich andere begleiten und ihnen mitfühlend begegnen. Das wurde mir wieder einmal sonnenklar." (Angelina E.)

"Oliver Junker zeigte anhand der Altersphasen derKinder die unterschiedliche Wahrnehmung vom Tod auf. Der/die Begleiter/in muss großes Einfühlungsvermögen für die individuellen Bedürfnisse des Kindes aufbringen. Ein vierjähriges Kind sieht den Tod eher so, als dass nicht jeder davon betroffen ist. Tod und Schlaf werden manchmal gleichgesetzt. Mit neun Jahren haben Kinder bereits ein ziemlich umfassendes Verständnis vom Tod. Ab Beginn der Pubertät beginnt eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben und dem Tod.
Hilfreich für alle Altersgruppen sind Rituale, durch die es Kindern möglich wird, Abschied und Emotionen zuzulassen, Ängste zu überwinden. Kinder und Begleiter können Kerzen anzünden oder Musik hören, Lieder singen, die das ausdrücken, was sie fühlen. Eigene Emotionen umsetzen in Bildern, z.B. auch den Sarg bemalen. Blumen oder Naturmaterialien für den Verstorbenen sammeln und dem Verstorbenen mit auf den Weg geben.
Was alle Kinder dringend brauchen ist Offenheit und Aufrichtigkeit in altersgerechter Form, wichtig sind Spiele, Bewegung und Ablenkung. Gerade Bewegung gehört zu den wichtigsten Mitteln zum Stressabbau. Besonders wichtig sind glaubhafte und einfühlsame Bezugspersonen, die die jungen Menschen begleiten und Anregungen für Rituale geben.
Eine ganz wichtige Erklärung für Kinder gab uns Oliver Junker mit auf den Weg. Wir müssen ihnen sagen: "Du bist nicht Schuld am Tod des geliebten Menschen!" Das hilft den Kindern zu lernen, dass es Geschehnisse im Leben gibt, die nichts mit einem Fehlverhalten von ihnen zu tun haben - es hilft ihnen zu reifen.
Mein Fazit: Besonders diese Fortbildung mit Oliver Junker war wichtig für unsere Arbeit als Hospizbegleiterinnen. Sie war für mich persönlich eine große Bereicherung." (Lilly S.)


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Fachartikel

Zukunfts-Handbuch Kindertageseinrichtungen / Walhalla Fachverlag
Kapitel: „Wenn Kinder trauern“
(Aktualisierung Oktober 2013)

Krisen und Krisenintervention bei Kindern und Jugendlichen / Kohlhammer Verlag
erschienen am 28.02.2013
Kapitel: „Tod und Trauer“
(ISBN-13: 978-3170219953)


Praxishandbuch Notfallseelsorge / Forum Gesundheitsmedien
Kapitel: „Die Betreuung von Kindern bei Einsätzen der Notfallseelsorge“
(3. Aktualisierung des Gesamtwerkes)



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Artikel in der Ausgabe November 09 von „spielen und lernen“

Zum Thema „Wenn Kinder trauern“ erschien ein Artikel, der auch Bezug
auf mein Buch „Und plötzlich ist alles anders“ genommen hat. Nach-
folgend ein Ausschnitt:

Artikel Wenn Kinder trauern aus



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Artikel zu meinem Seminar „Akutbetreuung von Kindern“


Was tun, wenn eine Kinderseele in Not ist?
www.kindertrauer.info
Referent Oliver Junker mit seinem Rettungsteddy,
der ihn bei Einsätzen mit Kindern begleitet.


Das Interesse war groß an der gemeinsamen Fortbildung der Notfallseelsorge von Aschaffenburg, Alzenau, Miltenberg und Obernburg. Zum Thema "Kinderseele in Not" hatten sich 70 Teilnehmer im Goldbacher Haus Effata versammelt.

Tätig sind sie in den Bereichen Notfallseelsorge, Krisenintervention an Schulen, Hospiz, Kriminalpolizei, Feuerwehr und Rettungskräfte. Neben den Mitarbeitern vom Untermain waren auch Gäste aus Wiesbaden und Bad Kissingen angereist.

„Bei einem Zusammenstoß mit einem LKW wird der Vater des siebenjährigen Karls und der neunjährigen Inge tödlich verletzt. Die Polizei soll die Nachricht der Mutter überbringen. Es ist zu erwarten, dass die Kinder bei der Überbringung der Nachricht zu Hause sind. Was ist zu tun?“ Dieses Beispiel macht verdeutlicht, wie schnell es bei einem Einsatz von Polizei, Rettungskräften und Notfallseelsorgern auch um das Seelenheil von Kindern geht, selbst wenn sie gar nicht unmittelbar als Opfer betroffen sind. Die Gefahr, bei all der Hektik rund um das Unglück die Kleinen zu übersehen, sie nicht ernst zu nehmen oder sie einfach wie die Erwachsenen zu behandeln, ist groß. Die Fortbildung „Kinderseele in Not“ der Notfallseelsorge am Untermain wollte deshalb sensibel machen für die besonderen Erfordernisse beim Umgang mit Kindern.

Die ersten Stunden der Betreuung entscheide darüber, wie die Kinderseele das traumatische Erlebnis verkraftet, so Oliver Junker, der Referent des Fortbildungstages. Er lebt in Kaufering, ist Trauerbegleiter für Kinder und arbeitet unter anderem in der Krisenintervention. Junker vermittelte zunächst einen Eindruck davon, was sich in Kindern nach einem traumatischen Ereignis abspielt. Angst, Wut, Schuldgefühle und unausgesprochene Fragen stürzen die Kinder in ein Gefühlschaos, dass zu langfristigen Schädigungen führen kann, wenn sie da nicht wieder herausgeführt werden. Die Heranwachsenden würden auf dramatische Situationen oft ganz anders reagieren als die Erwachsene. „Es ist zum Beispiel eine normale Reaktion, wenn Kinder auf eine schlimme Nachricht schnell wieder zur Tagesordnung übergehen“, so der Referent, der selbst Vater von drei Kindern ist. Während Erwachsene oft nicht verstünden, wie das Kind sich jetzt zum Beispiel an die Hausaufgaben setzen kann, wäre das letztlich nur ein Ausdruck für ihre Sehnsucht nach Normalität und Halt, ein Mechanismus, der die kindliche Seele schützen will.

Junker nannte wichtige Regeln im Umgang mit betroffenen Kindern. Dazu gehören: eine ruhige Umgebung schaffen, sich auf Augenhöhe begeben, in klaren und einfachen Sätzen mit ihnen sprechen, die Geschehene deutlich ansprechen, die eigene Betroffenheit zeigen. Eindringlich plädierte er dafür, auch unbequeme Wahrheiten wie zum Beispiel den Tod durch Suizid nicht zu verschweigen. Die Kleinen spürten meist, wenn etwas verschwiegen wird und ihr Vertrauensverhältnis zu den Bezugspersonen würde nachhaltig gestört, wenn sie im Nachhinein von anderen die Wahrheit erfahren. „Je mehr man Kindern erklärt, desto einfacher ist es für sie, das Geschehen zu verstehen“.

Junker lässt sich bei seinen Einsätzen von einem Teddy begleiten. „Kuscheltiere können trösten, können als Sprachrohr verwendet werden, schaffen Vertrautheit für die Kinder“, so seine Begründung für den putzigen Eisbär, der schon so manches mal das Eis gebrochen hat bei Kindern, die zunächst ganz verschlossen waren. Oft sei es auch hilfreich, die Kinder ein Bild malen zu lassen, mit dem sie oft besser als mit Worten ausdrücken können, was gerade in ihnen vor sich geht. Den Kleinen tue es gut, nicht nur passiv bleiben zu müssen. Ein Ritual wie zum Beispiel eine Kerze für den Verstorbenen anzünden hilft ihnen, das Erlebte besser zu verarbeiten.

Im Verlauf des Vortrags bemängelte Junker, dass das Thema „Umgang mit Kindern“ in der Ausbildung von Rettungskräften so gut wie nicht vorkäme. Er plädierte dafür, dass bei solchen Einsätzen eine eigene Betreuungsperson abgestellt wird, die sich um das Wohl der Kleinen kümmert. Der Trauerbegleiter hat auch eine Internetseite aufgebaut. Unter www.kindertrauer.info erhalten Eltern und Betreuer schnell und einfach Tipps, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können.




Fotos von meinem Vortrag “Betreuung von Kindern in besonderen Situationen”

anlässlich der 7. Internationalen Tagung zur Krisenintervention und Notfallpsychologie in Hall, Tirol (2008)


Fotograf Matthias Baldauf
Fotograf Matthias Baldauf
Fotograf Matthias Baldauf
Fotograf: Matthias Baldauf





Bericht von Peter Weiskopf zur Weiterbildung des KIT Feldkirch/Vorarlberg (Quelle: KIT-News 10/08)

Am Freitag Nachmittag ging es um “Erstbetreuung von Kindern” mit Oliver Junker aus Landsberg/Deutschland. Beim Einstieg hat der Referent auf einen wesentlichen Unterschied zur “normalen” Krisenintervention hingewiesen. “Die Betreuung von Kindern ist anders, sie geht einfach näher”. Gedanklich war mir das klar, gespürt habe ich das bei den von betreuten Kindern gemalten Bildern, die uns beispielhaft gezeigt wurden. Die haben mich sehr beeindruckt und berührt. Auch nehme ich den Hinweis mit, dass besonders mit Kindern die Arbeit und der Zugang über Rituale/Bilder ein sehr guter und wichtiger ist. Kinder können auf Verluste teilweise ganz anders reagieren als Erwachsene und diese dadurch verunsichern. Wir als KITlerInnen können ihnen hier Unterstützung sein, ihre Trauerarbeit zulassen / zu ermöglichen / zu fördern.

An einem Nachmittag können nur einige Facetten angerissen werden. Für die Vertiefung habe ich das Buch “Und plötzlich ist alles anders” (Trauernde Kinder verstehen und begleiten, Oliver Junker) “mitgenommen” um in Ruhe nachlesen zu können. Weitere Infos auch unter www.kindertrauer.info




Zeitungsartikel zum Vortrag “Da sein, wenn Kinder trauern”

www.kindertrauer.info




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